Im KURIER vom Freitag, 14. Jänner 2005, ist auf der ersten Sportseite (Seite 25) ein Artikel zum Thema "FLUTKATASTROPHE" erschienen. Im Sport?
Ja, im SPORT. Gerade dort!
Der Hintergedanke ist der: Sportler gelangen durch ihre Leistungen in die Gunst der Öffentlichkeit. Das bringt teilweise Ruhm, Anerkennung und Geld. Jetzt, da das Unvorstellbare passiert ist, haben sie eine gute Gelegenheit, einen Teil der Gunst, die ihnen von so vielen Fans entgegen gebracht wird, zurück zu geben. Natürlich können sich Randsportler, die seit Jahrzehnten vergeblich um diese Zuneigung der Öffentlichkeit und der Medien kämpfen, jetzt provoziert fühlen. Es erwartet auch keiner, dass ein Orientierungsläufer 10 Millionen Dollar spendet wie Michael Schumacher. Aber auch ein Millionstel dieses Betrages könnte ein Menschenleben retten.
Daher gestatten Sie mir bitte, Ihnen noch einmal den Inhalt jenes offenen Briefes nahe zu bringen, der am 14. Jänner im KURIER stand/steht.
Wir alle haben das Ausmaß der Naturkatastrophe noch immer nicht restlos begriffen. Trotzdem oder gerade deshalb wollen sehr viele österreichische Sportler aktiv werden, um den Menschen in Asien zu helfen. Die Telefone unserer Redaktion laufen heiß. Allein die Koordination fehlte bisher.
Der Begriff "Sportfamilie" umfasst ein sehr breites Spektrum: Vom Hobbysportler, der ein Mal pro Woche schwimmen geht bis zum Vollprofi, der zwölf Mal pro Woche hart trainiert. Von der Kegelrunde bis zum Formel-I-Rennstall. Vom Fitschigogerl-Verein bis zum Fußballmeister. Im Rahmen der KURIER-Aktion "Österreich-Dorf für Flutopfer" bietet sich eine ausgezeichnete und vielfach erprobte Möglichkeit zur Soforthilfe: Gezielt, für ein konkretes Projekt. Kein Cent des Spendengeldes geht an die falschen Stellen oder im Verwaltungssumpf verloren.
Dem Image jener Sportler, die spenden wollen, soll dies nicht zum Schaden gereichen. Der Vorgang ist einfach: Die Einzahlung erfolgt auf das unten angegebene Spendenkonto (RZB Konto 999.995 BLZ 31.000).
Parallel dazu sollte ein eMail mit dem Namen des Spenders und der jeweiligen Spendensumme an sportlerhaus@kurier.at gesendet werden, damit der KURIER regelmäßig über die Aktivitäten österreichischer Sportler berichten kann. Wer jedoch anonym bleiben will: Kein Problem. Das Geld kommt auch ohne flankierendes eMail dem richtigen Zweck zu Gute.
Handball-Legende Harry Dittert machte sich sofort für die Aktion stark: "Es wäre doch gelacht, wenn ausgerechnet wir Sportler nicht mindestens ein eigenes Haus zusammen bringen!" Und noch bevor diese Ausgabe in Druck ging, hatten die Olympia-Zweite Stephanie Graf, Golfprofi Niki Zitny, Daviscup-Kapitän Thomas Muster, Daviscup-Held Alexander Antonitsch, Fußball-Teamspieler Markus Schopp und deren Manager Herwig Straka ein Haus um 10.000 Euro beisammen: Es wird das Haus Sportler mit e/motion sein (e/motion Management heißt die Agentur). Viele Klubs und Verbände haben auch bereits angekündigt, ein ganzes Haus zu finanzieren. Aber auch jede kleine Spende ist erstens eine große Hilfe und wird zweitens dazu beitragen, das Image der jungen, dynamischen und aktiven Sportfamilie zu unterstreichen
Daher die Bitte: Spuckt in die Hände und packt zu.
Vielen Dank im Voraus,
Peter Rabl,
KURIER-Herausgeber und Gesamtverantwortlicher für die Aktion
Jürgen Preusser,
KURIER-Sportchef