Bericht zur Generalversammlung am 13.9.2006

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Harald,

werte Vereinsvertreter und Vorstandskollegen,

bevor ich mit meinem Bericht beginne, bitte ich Sie um eine Gedenkminute für Grünberger Brigitte.

 

Ich darf nun mit meinem Bericht beginnen.

Wie allgemein bekannt, musste der für ursprünglich 8. Juni geplante Verbandstag auf heute verschoben werden. Grund hierfür war, dass die notwendigen Funktionen im Vorstand bzw. Präsidium nicht besetzt werden konnten. Bedauerlicherweise haben Pröll Elisabeth als Schriftführerin / sie hat auch das Sekretariat geführt, und Pröll Karl als Finanzreferent Ihre Funktionen nach 10 Jahren erfolgreicher Tätigkeit für den OÖBV zurückgelegt.

Es tut mir leid, dass Karl und Elisabeth diesen Schritt gemacht, respektiere aber deren Entscheidung. Beide haben ausgezeichnete Arbeit für den OÖBV geleistet. Bedanken möchte ich mich gleich an dieser Stelle, dass sich beide spontan bereit erklärt haben, die Zeit bis zum heutigen Tag zu überbrücken, und die komplette Saisonvorbereitung durchgeführt haben.

Ausscheiden aus dem Vorstand wird auch Präs. Starl, der als langjähriger OÖBV Vize Präs. die Geschicke des OÖBV mit gestaltet hat. Der Grund für sein Ausscheiden war die Überschneidung mit seiner Funktion als ÖBV Präsident.

Er wird uns als Kontrollmitglied jedoch weiterhin begleiten.

 

Gestatten sie mir, meinen Generalbericht mit der Darstellung einiger allgemeinen Punkte zu beginnen.

Die Funktionsperiode 2003 /2006 war geprägt von umfangreichen Diskussionen innerhalb des Vorstands, mit dem ÖBV und den z.T. verknüpften Interessenkonflikten.

Das paradoxe daran ist, dass die oberste Zielsetzung noch ident ist, aber der Weg dahin doch sehr unterschiedlich gesehen wird.

Meine persönliche Meinung ist, dass die Sportler/innen unsere Kunden sind, das gilt auch für die Vereine, und wir unsere Arbeit danach zu richten haben.

Unsere Aktivitäten sollten kein Selbstzweck sein, und für die Profilierung von Funktionären dienen.

 

Im Sportkonzept des ÖBV ist OÖ als nationales LZ eingerichtet. Wir als OÖBV bemühen uns für die Aktiven bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Wir bieten hier Trainingsmöglichkeiten, haben die Unterstützung und Ressourcen durch die LSO mit dem Olympiaprojekt, und einen Top Trainer. Gemeinsam mit dem BORG für Leistungssport und dem HSLZ werden Symbiosen gebildet, die einzigartig sind Österreich. Leider wird dieses LZ mit einem Minimalbetrag vom ÖBV gespeist, der nicht ausreicht, den Trainingsaufwand abzudecken. Das Ergebnis ist, dass die Aktiven oder deren Vereine eine hohe finanzielle Eigenleistung aufbringen müssen.

Nachdem es immer wieder zu Gerüchten kommt, möchte ich in dieser Runde  klarstellen, dass vom ÖOBV keine Geldmittel für das ÖBV Kadertraining aufgebracht werden.

Ich sehe mich in dieser Angelegenheit als Anwalt der Spieler /innen – es sind doch viele aus OÖ - und versuche deren Interessen zu vertreten.

Ich möchte mich an dieser Stelle beim ASKÖ Traun und BSC 70 Linz bedanken, die uns – richtigerweise dem ÖBV - ihre Hallen für Kadertraining zur Verfügung stellen.

 

Ich möchte diesen Kreis nicht mehr länger mit dieser Angelegenheit strapazieren, aber sie können versichert sein, dass ich die Interessen OÖ gegenüber dem ÖBV vehement vertreten werde. Am 6.10. wird eine ÖBV Tagung dazu stattfinden.

Ich bitte mir zu verzeihen, dass ich dieses Thema ausgedehnt dargestellt habe, aber meiner Meinung nach ist der Spitzensport ein wichtiges Element. Natürlich genauso wichtig der Breitensport mit den Vereinen – darauf werde ich noch später eingehen – und der Nachwuchsbereich.

 

Im Nachwuchsbereich stellt das BOG für Leistungssport eine tragende Säule dar. Das Oberstufengymnasium bietet die besten Voraussetzungen den Sport mit der Schule zu verbinden. Leider hat Hr. Freimüller Fritz im Mai seinen Rücktritt erklärt. Vize Präsident Koch Herbert hat interimsmäßig die Leitung übernommen. Gemeinsam mit weiteren Sportlern und Funktionären wurde kurzfristig ein Umfeld geschaffen, und der Spielbetrieb für den Rest des Schuljahres, die Saisonvorbereitung und auch der Start ins neue Schuljahr sichergestellt hat. Ziel ist ganz klar die Position des „BORG – Verantwortlichen“ adäquat zu besetzen, das wird eine der vordringlichsten Aufgaben für den neuen Vorstand sein.

 

Neben dem BORG ist es jedoch zwingend erforderlich weitere LZ zu schaffen. Diese sind erforderlich um jene Schüler oder Jugendliche zu erfassen und zu entwickeln, die aus welchen Gründen auch immer nicht in das BORG gehen können.

Das BTZ / BLZ geht auf eine Initiative von Benda Markus zurück und wurde anfänglich an 2 Standorten, Linz und Vorchdorf, betrieben. Leider ist aktuell nur Vorchdorf aktiv, mit Rössler Manuel arbeitet ein äußerst qualifizierter Trainer was durch die Erfolge belegt wird. Danke an Vorchdorf für die bisherige Unterstützung.

 

 

 

Hier ein klares Bekenntnis des Vorstandes zu dieser Einrichtung die u.E.

-          Mehr Standorte haben sollte

-          Und die finanzielle Stützung seitens OÖBV und ÖBV höher sein sollte

Im Detail werden wir heute noch etwas mehr von Fr. Hofinger Christina hören.

Ganz wichtig ist mir, dass wir im Nachwuchsbereich zu einer Einheit zusammengeschweißt werden, und auch als solche auftreten. 

 

Ein besonderes Anliegen ist mir der Breitensport, da der Rückgang der Vereine nicht gestoppt werden konnte. Wir liegen aktuell bei 30 Vereinen, die Anzahl der Mitglieder stagniert auf einem niedrigen Niveau.

Hr. Rabel Andreas bemüht sich weiter um Badmintongruppen, um sie zur Vereinsgründungen zu bewegen.

Vom OÖBV gestützte Veranstaltungen waren in den Ferien der letzten Jahre in Linz, oder heuer die Sport und Freizeitmesse in Ried. Leider nutzten die örtlichen Vereine die Vorortpräsenz nur z.T. um Mitglieder zu werben.

Dem Wahlvorschlag vorweggenommen, auch für diesen Verbandstag konnten nicht alle Funktionen, auch darunter ein Referent für den Breitensport, besetzt werden.

 

Der OÖBV Vorstand hat am 6.1.06 eine Klausur zur Ideenfindung und Aufgabenstellung für die Zukunft abgehalten.

Das Ergebnis zeigte, dass es nicht unbedingt an Ideen und Vorschläge fehlt. Um jedoch alles bewältigen zu können, bedarf es zusätzlicher Mitarbeiter im Vorstand. Es ist jeder herzlich willkommen. Für die Übernahme von Teilaufgaben muss man nicht unbedingt an Vorstandssitzungen teilnehmen, es genügt wenn man einen Aufgabenumfang konsequent abarbeitet.

 

Im sportlichen Bereich wird durch die Umstellung der Zählweise auf „Rally Punkte“ eine gravierende Änderung herbeigeführt. Die neue Zählweise wird generell ab der Saison 06/07 in allen Bewerben angewandt.

Der OÖBV hat dazu eine Informationsveranstaltung im Juni durchgeführt. Die Resonanz und die Anzahl der teilnehmenden Vereinsvertreter war dabei sehr positiv. Daraus lässt sich schließen, dass sportliche Themen noch am interessantesten zu sein scheinen.

 

Die OÖ MM ist das tragende Element in unserem Sportgeschehen. Trotz der geringeren Anzahl der OÖ Vereine bleiben die teilnehmenden Mannschaften in den letzten Jahren – dank der intensiven Bemühungen von Rabel Andreas – annähernd gleich.

Durch den Ergebnisdienst „Milon“ wurde die Ergebnis- und Tabellendarstellung deutlich aufgewertet. Der Zugriff auf die Internetseite bestätigt das Interesse der Spieler/innen an den Spiel- und Mannschaftsergebnisse.

Der in Leben gerufene OÖ Mannschaftscup kann der Attraktivität der MM nicht folgen, und wird eher als Notwendigkeit gesehen. Gerade aber die Konstellation Underdog gegen die „Großen“ im Sport sollte jedoch gerade der Anreiz an diesem Bewerb sein.

Die MM für den Nachwuchs ist gelinde ausgedrückt eine Farce. Es gelingt in den letzten Jahren nicht einen attraktiven Bewerb für Schüler – und Jugend Mannschaften zu gestalten. Die Bundesligavereine müssen lt. Statuten ein Team stellen, und sehen hier auch nur z.T. eine lästige Pflicht, um den Strafen entgehen zu können.

 

Die sportlichen Wettbewerbe werden durch die Ranglistenturniere im Nachwuchs und in der allgemeinen Klasse ergänzt.

 

Zur Bewältigung / Bearbeitung der Themen wurden 31 Vorstandssitzungen in den letzten 3 Jahren abgehalten. Darüber hinaus gab es mehrere Gespräche mit den ÖBV Sportverantwortlichen, mit der LSO.

Wie sie später dem Finanzbericht im Detail entnehmen können, wird das meiste Geld für den Sport verwendet. Ich will damit zur Kenntnis bringen, dass der finanzielle Aufwand für die Administration sehr gering ist. D.h. auch wenig, bis gar nichts, Geld für Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Weiterbildung….

 

Abrunden möchte ich den Bericht mit Zahlen und Fakten zu den sportlichen Erfolgen in den letzten Jahren.

 

Die sportliche Spitze bilden mit Koch Jürgen, Zauner Peter,(beide im LSO Olympiakader), Lahnsteiner Michael, Gruber Miriam,(beide im Olympia NW kader) und Freimüller Iris. Darüber hinaus stehe weitere OÖ Sportler/innen in den ÖBV A- , B- und Junioren Kader.

Jürgen und Peter sind nach der aktuellen Weltrangliste für die Olympiade 2008 in Peking qualifiziert. Bleibt zu hoffen, dass sich Peter von seiner Verletzung rasch erholt und die Olympiateilnahme möglich ist. 

 

Bundesliga:

03/04: 2. ASKÖ Traun

3. Union Vorchdorf

04/05: 1. ASKÖ Traun

3. Union Vorchdorf

05/06: 1. ASKÖ Traun

3. BSC 70 Linz

Der ATSV Steyr war ebenfalls in der Bundesliga vertreten, und ist mit Ende 05/06 aus dem Bewerb ausgeschieden.

In der neuen Saison sind in der Bundesliga A Traun und BSC 70, in der neu geschaffenen B-Liga Vorchdorf vertreten.

 

ÖM

Titel wurden 2005 und 2006 je 3 für unser Bundesland, 2004 konnten sich 2 Titelgewinner aus OÖ feiern lassen.

 

In den Nachwuchsklassen wurden in der vergangenen 3 Jahren viele Titeln und Platzierung in den verschiedenen Klassen errungen werden. Durch die Anstrengungen der anderen Bundesländer sehen wir uns einem stärkeren Wettbewerb ausgesetzt. Die Herausforderung gilt es anzunehmen und Maßnahmen zu ergreifen und umzusetzen. 

 

Verzeihen Sie mir, dass ich nicht alle Erfolge und Leistungen im Detail vorgetragen habe, dies würde deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

 

Die Erfolge resultieren aus der Arbeit in den Vereinen. Das was erreicht wurde ist Ihnen allen zu verdanken, denn ein Verband lebt in erster Linie von der Arbeit an der Basis in den Vereinen.

Der Landesverband ist verantwortlich, dass die Rahmenbedingungen für die Sportler/innen und deren Vereine geschaffen werden.

Ich würde mich freuen, wenn stärker Wünsche und Vorstellungen der Vereine an uns herangetragen werden würden. Wir sind offen für Vorschläge aus euren Reihen.

Dank an die Vereine für die geleistete Arbeit.

 

Bedanken möchte ich mich auch bei allen Vorstandskollegen für die geleistete Arbeit für den Badmintonsport in OÖ. Herzlich danken möchte ich mich noch bei allen Funktionären die aus dem Gremium ausscheiden.

 

Für den OÖBV,

Stastny Johann

   (Präsident)